Ambulanz des NOKI Kiel

In unserer NOKI-Ausbildungsambulanz führen angehende Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeuten, die bereits ein abgeschlossenes Studium im Bereich der Psychologie oder Pädagogik besitzen, ambulante Psychotherapien (Verhaltenstherapie) bei Kinder und Jugendlichen unter engmaschiger fachlicher Aufsicht bzw. Supervision durch erfahrene Kinder- und Jugendpsychotherapeuten durch.  

Weitere Informationen finden Sie im Flyer der Ambulanz.

Was ist Verhaltenstherapie?

Der Begriff Verhaltenstherapie steht für eine Gruppe von verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass psychische Störungen auf einem erlernten Verhalten beruhen und somit auch wieder verlernt werden können. Als „Verhalten“ werden hierbei jedoch nicht nur die nach außen hin sichtbaren Handlungen verstanden, sondern auch innere Prozesse wie Denken und Fühlen.

In der Therapie kann der Betroffene Verhaltensweisen, die sich negativ auf sein Wohlbefinden auswirken, durch bestimmte Techniken wieder verlernen.

Verhaltenstherapeutische Behandlungsmethoden versuchen außerdem, die Bedingungen, die im Zusammenhang mit der psychischen Störung stehen, zu beeinflussen. Hierzu zählen Umweltbedingungen, zum Beispiel das Verhalten anderer Menschen, sowie Bedingungen im Menschen selbst, wie zum Beispiel seine Gedanken.

Wer kann behandelt werden?

Das psychotherapeutische Behandlungsangebot richtet sich an Kinder- und Jugendliche mit psychischen Problemen bis zum vollendeten 21. Lebensjahr. Verhaltenstherapie ist bei den meisten psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen ein geeignetes Verfahren. Wir bieten diagnostische Abklärung und ggf. nachfolgende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie z.B. für folgende Störungsbilder an:

  • Verhaltensstörungen wie z.B. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS)
  • oppositionelles und regelwidriges Verhalten, Aggressionen
  • emotionale und Angststörungen wie z.B. Trennungsangst, ausgeprägte Geschwisterrivalität, Angst vor sozialen Situationen, verstärktes Sorgenmachen, panische Angst, Leistungsängste, Phobien (Angst vor bestimmten Objekten/Situationen)
  • Probleme mit dem Schulbesuch und Leistungsprobleme in der Schule
  • Zwangsstörungen, Tic-Störungen
  • Depressionen, hohe emotionale Empfindlichkeit
  • Anpassungsstörungen, Folgen eines psychischen Traumas, Trauerreaktionen
  • Einnässen, Einkoten
  • Essstörungen
  • Mutismus
  • Autismus mit emotionalen Problemen
  • Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, weitere Schmerzen mit emotionaler Belastung
  • psychogen bedingte körperliche Symptome
  • Schlafstörungen
     

Wie erfolgt die Anmeldung?

Sind Sie an einer Therapie für Ihr Kind in unserer NOKI-Ambulanz interessiert, dann können Sie gerne einen Termin für ein Erstgespräch im Ambulanzsekretariat bei Frau Schultze vereinbaren. Weitere Informationen finden Sie im Flyer der Ambulanz.

Erreichbarkeit:

Die Räume der Ambulanz befinden sich in der Diesterwegstraße 15b, 24113 Kiel.

Sie erreichen unser Ambulanzsekretariat unter der Telefonnummer 0431 59679724 und der Faxnummer 0431 59679722.

Außerdem können Sie Ihr Kind auch per Email ambulanz@noki.uni-kiel.de anmelden.

Unsere Mitarbeiterin im Sekretariat wird Ihre Anmeldung für ihr Kind gerne entgegennehmen und weitere Formalitäten mit Ihnen abklären. Bitte beachten: Voraussetzung für eine Psychotherapie bei Ihrem Kind ist eine schriftliche Einverständniserklärung beider sorgeberechtigten Elternteile.

Wie geht es nach dem Erstgespräch weiter?

Handelt es sich um ein grundsätzlich psychotherapeutisch behandelbares Problem und sind Sie als Eltern und ihr Kind bereit, aktiv in der Therapie mitzuwirken, dann werden Sie nach dem Erstgespräch zur Terminvereinbarung für zunächst maximal 6 probatorische Sitzungen kontaktiert. Die probatorischen Sitzungen („Kennenlernphase“), dienen der weiteren diagnostischen Abklärung, Indikationsstellung und Behandlungsplanung. 

Nach den probatorischen Sitzungen und bei vorliegender Indikation stellen wir einen Antrag auf ambulante Psychotherapie (Kurzzeittherapie oder Langzeittherapie) bei der gesetzlichen Krankenkasse des Kindes oder Jugendlichen.

Die Therapiedauer hängt von den zu erreichenden Behandlungszielen und der Komplexität der Problematik ab.

Die Therapiesitzungen dauern jeweils 50 Minuten und finden meistens einmal oder mehrmals pro Woche statt.

Darüber hinaus werden in der Kinder-und Jugendlichenpsychotherapie in der Regel Elterngespräche bzw. Bezugspersonenstunden angeboten. Auch Gruppentherapien können die Einzeltherapie ergänzen. Wir kooperieren bei Bedarf gerne z.B. mit Einrichtungen der Kinder-und Jugendhilfe, dem Jugendamt und Kinder-und Jugendpsychiatrischen Praxen bzw. Kliniken.